Bestandsführung
Jederzeit zu wissen, was Sie haben, wo es liegt und wann Sie nachbestellen müssen, sorgt dafür, dass Ihnen nichts ausgeht, was sich verkauft, und kein Geld in Ware steckt, die liegen bleibt. Dazu gehört: zählen, was ankommt, festhalten, was rausgeht, die Zahlen mit dem Regal abgleichen und entscheiden, wann nachbestellt wird. Das Ganze nennt man Bestandsführung, häufig auch Bestandskontrolle oder Bestandsverwaltung.
Kleine Betriebe starten meist mit einer Excel-Tabelle, und die funktioniert, bis die Ware an mehr als einem Ort liegt oder mehr als eine Person sie anfasst. Die Anzeichen kennt jeder: Die Tabelle weicht vom Regal ab, Sie verkaufen etwas, das Sie nicht haben, oder Sie bestellen zu spät, weil niemand gesehen hat, dass der Bestand sinkt.
Gute Bestandsführung beruht auf drei Gewohnheiten: jede Bewegung sofort buchen, regelmäßig zählen (siehe Inventur) und für jeden Artikel einen Meldebestand festlegen, damit der Bestellzeitpunkt keine Schätzung ist.
In der Praxis
Eine Kerzenmacherin verkauft 40 Gläser pro Woche, und neues Wachs braucht zwei Wochen bis zur Lieferung. Beim Bestellen muss sie also noch Wachs für 80 Gläser vorrätig haben, dazu einen Puffer für eine starke Woche. Fällt der Bestand auf diese Marke, bestellt sie. Ohne Meldebestand merkt sie es erst bei null.
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Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Betrieb
Wie viele Ihrer Artikel stehen auf einem Pickplatz, den sie seltener als einmal im Monat leeren?
Wie viele Systeme halten nach Ihrer letzten Anbindung einen Bestandswert für denselben Artikel? Nennen Sie sie.