Put-by-Light
Put-to-Light
Eine Leuchte an jedem Ziel, etwa einem Regalfach oder einer Box, zeigt dem Mitarbeiter, in welches ein Artikel gehört, und oft wie viele. Er scannt einen Artikel, die richtige Leuchte geht an, der Artikel kommt hinein, und ein Knopf bestätigt es. So wird ein Sammelauftrag aus kommissionierten Artikeln in Einzelaufträge aufgeteilt, ohne dass jemand Etiketten liest oder sich Plätze merkt; das nennt man Put-by-Light, englisch Put-to-Light.
Put-by-Light ist das Gegenstück zu Pick-by-Light: Die Leuchten zeigen, wohin man ablegt, nicht, woher man entnimmt. Es wird bei der Sammelkommissionierung genutzt, bei der viele Aufträge gemeinsam kommissioniert und dann an einer Put-Wand in einzelne Aufträge aufgeteilt werden.
Eine Put-Wand ist eine Wand mit Fächern, eines je Auftrag oder Filiale, jedes mit Leuchte und Knopf. Fehler werden seltener, weil der Mitarbeiter nie entscheiden muss, in welches Fach ein Artikel gehört.
Wann es sich lohnt
Es lohnt sich bei vielen kleinen Aufträgen, die aus einem Sammelauftrag aufgeteilt werden, etwa im E-Commerce und beim Filialnachschub, wo Augen und Gedächtnis zur Grenze werden. Es braucht genug Aufträge je Sammelauftrag, um die Wand zu füllen, und genug Volumen, um die Hardware zu rechtfertigen. Weniger lohnt es sich bei großen Aufträgen, bei denen eine Palette je Auftrag einfacher ist, und bei geringem Volumen, wo ein einfacher Tisch mit beschrifteten Kisten genügt.
Was das Lagerverwaltungssystem damit zu tun hat
Das LVS legt fest, welche Aufträge zu einem Sammelauftrag gehören und welches Fach jeder Auftrag erhält, und sendet das an die Put-by-Light-Steuerung. Scannt der Mitarbeiter einen Artikel, lässt die Steuerung das im Plan genannte Fach leuchten oder fragt das LVS, welches es ist; der Knopfdruck bestätigt das Ablegen, und das LVS bucht es. Ist ein Auftrag vollständig, kann die Steuerung sein Fach zum Packen aufleuchten lassen, und das LVS gibt den Auftrag frei.
Wer es herstellt
Aioi Systems, ATOP, KBS Industrieelektronik, Lightning Pick, Signature One
In alphabetischer Reihenfolge. Keine Rangfolge und keine Empfehlung.
In der Praxis
Ein Shop für Handyhüllen hat morgens eine Welle von 400 kleinen Aufträgen. Kommissionierer sammeln den ganzen Sammelauftrag nach Artikeln und bringen ihn zu einer Wand mit 40 Fächern. Der Packer scannt eine Hülle, eine Leuchte zeigt Fach 17, die Hülle kommt hinein, und der Knopf wird gedrückt. Zeigt das Fach eines Auftrags „komplett“, ruft eine grüne Leuchte zum Packen.
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Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Betrieb
Wie viele Ihrer Artikel stehen auf einem Pickplatz, den sie seltener als einmal im Monat leeren?
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